TODESFÄLLE UNTER SELEXIPAG (UPTRAVI)

Die französische Arzneimittelbehörde ANSM berichtet über Todesfälle zu Beginn einer Behandlung mit Selexipag (UPTRAVI) (1,2). Der Prostazyklin-Rezeptoragonist ist seit Juni 2016 als Reservemittel für die Langzeitbehandlung einer pulmonalen Hypertonie bei Erwachsenen im Handel (3). Ein ursächlicher Zusammenhang der tödlichen Ereignisse mit der Einnahme von Selexipag ist nicht gesichert, wird aber derzeit genauer untersucht. Als Vorsichtsmaßnahme fordert die Behörde Ärzte auf, keine weiteren Patienten neu auf die Therapie einzustellen, bis die Ergebnisse dieser Untersuchung vorliegen. Für bereits behandelte Patienten sollen Vorteile und Verträglichkeit der Weiterbehandlung mit Selexipag und die Notwendigkeit einer engmaschigen Überwachung geprüft werden. Zudem erinnert die ANSM daran, Kontraindikationen sowie Warnhinweise zu beachten und Störwirkungen unverzüglich zu melden (1,2).

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA überblickt bis Dezember 2016 mindestens 31 Verdachtsberichte über Tod unter Selexipag bei insgesamt 223 Meldungen zu dem Mittel (4).



1

ANSM: Presseerklärung vom 24. Jan. 2017; http://ansm.sante.fr/S-informer/Actualite/L-ANSM-prend-des-mesures-de-precaution-concernant-la-specialite-Uptravi-selexipag-traitement-par-voie-orale-de-l-hypertension-arterielle-pulmonaire-Point-d-information

2

ANSM: Lettre aux professionels de santé, Jan. 2017; http://ansm.sante.fr/S-informer/Actualite/L-ANSM-prend-des-mesures-de-precaution-concernant-la-specialite-Uptravi-selexipag-traitement-par-voie-orale-de-l-hypertension-arterielle-pulmonaire-Point-d-information

3

Actelion : Fachinformation UPTRAVI, Stand Mai 2016

4

EMA: Nebenwirkungsdatenbank, Stand Dez. 2016; Zugriff 25. Jan. 2017; http://www.adrreports.eu



© Redaktion arznei-telegramm
blitz-a-t 25. Januar 2017