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arznei-telegramm 2005; 36: 14



Kurz und bündig
 
 

Schwermetalle in Ayurveda-Produkten: Die auch hierzulande angepriesene, aus Indien stammende Ayurveda*-Heilkunde umfasst neben Diätempfehlungen und Badekuren auch die Anwendung von Arzneimitteln, meist Produkte aus Arzneipflanzen oder Mineralien. Wiederholt wurde auf zum Teil hohe Schwermetallbelastungen in importierten Präparaten hingewiesen (WEIDE, R. et al.: Dtsch. med. Wochenschr. 2003; 128: 2418-20). Eine Bostoner Arbeitsgruppe untersucht jetzt 70 frei verkäufliche Kräutermischungen von 27 Herstellern aus Indien oder Pakistan systematisch auf Belastungen mit Blei, Quecksilber und Arsen. Demnach ist jede fünfte Probe mit mindestens einem Schwermetall kontaminiert. Bei bestimmungsgemäßer Anwendung dieser Produkte lässt sich fast ausnahmslos eine deutliche Überschreitung empfohlener Grenzwerte errechnen. Die gefundene maximale Belastung für Blei liegt bei 37 mg/g, für Arsen bei 8,1 mg/g und die von Quecksilber bei 104 mg/g (SAPER, R.B. et al.: JAMA 2004; 292: 2868-73). Schwere Bleivergiftungen durch Ayurveda-Produkte sind beschrieben (MMWR 2004; 53: 582-4, http://www.cdc.gov/mmwr/preview/mmwrhtml/mm5326a3.htm). Überzeugende Wirksamkeitsbelege für ayurvedische Arzneimittel finden wir nicht, -Red.



 

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Ayurveda = "Lebenswissenschaft"



© arznei-telegramm 01/05