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BRONCHOSPASMEN DURCH TOPISCHE UND "KARDIOSELEKTIVE" BETABLOCKER

Bronchospasmen sind eine bekannte Störwirkung von Betablockern (vgl. a-t 8 [1987], 73; 10 [1987], 90; 12 [1987], 110). Das britische Komitee für Arzneimittelsicherheit erhielt hierzu fast 750 Meldungen einschließlich 34 Todesfällen, davon 66 (3 Todesfälle) in Verbindung mit der Anwendung Betarezeptoren- haltiger Augentropfen.

Obwohl als kardioselektiv bezeichnete Betablocker theoretisch weniger häufig Bronchospasmen auslösen sollen, entspricht die Melderate der für nicht-selektive Betablocker. Auch "selektive" Betablocker wie Atenolol (TENORMIN u.a.) oder Metoprolol (BELOC u.a.) sind daher bei Patienten mit reversiblen obstruktiven Atemwegserkrankungen zu meiden, außer bei zwingender Indikation. Das Risiko der Induktion von Bronchospasmen ist dann jedoch in Betracht zu ziehen. Dies gilt auch für Betablocker-Augentropfen.

Current Problems 28, Mai 1990 / ati d


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