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Kurz und bündig

Blutdrucksenkende Medikation lebenslänglich? Daß eine einmal begonnene antihypertensive Behandlung bis zum Lebensende fortgesetzt werden muß, gilt als anerkannte Lehrmeinung. Hierbei wird angenommen, daß der Blutdruck nach Absetzen der Arzneimittel wieder ansteigt. Einzelne Beobachtungen deuten darauf hin, daß dies nicht bei allen Patienten der Fall ist (vgl. a-t 8 [1986], 74). Neun Patienten ohne Organschäden und mit einer Monotherapie seit mindestens zwei Jahren sowie kontinuierlich guter Blutdruckkontrolle wurden zu einem Absetzversuch ausgewählt. Der diastolische Blutdruck betrug vor Therapiebeginn über 100 mm Hg und während der Behandlung um 80 mm Hg. Kurz nach Absetzen stieg der diastolische Blutdruck nur bei einem Patienten erneut auf über 100 mm Hg, woraufhin die medikamentöse Behandlung wieder begonnen wurde. Die diastolischen Blutdruckwerte der anderen acht Patienten blieben über ein Jahr nach Therapieabbruch im Normbereich und stiegen nur bis zu 90 mm Hg. Die Ergebnisse stellen die bisherige Lehrmeinung in Frage, daß Patienten mit erhöhtem Blutdruck lebenslänglich Antihypertensiva benötigen (AYLETT, M., S. KETCHIN: Brit. med. J. 303 [1991], 345).


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