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Wachstumshormon und Erythropoetin als Dopingmittel: Verordnungen von Wachstumshormonen und Erythropoetin in Schweden lassen sich dank eines landesweiten Rezeptkontrollsystems leichter überwachen als in Ländern, in denen 'Privatrezepte' nicht registriert, sondern dem Patienten nach Belieferung in der Apotheke wieder ausgehändigt werden. Wachstumshormone waren zeitweise als potentielle Dopingmittel im Gespräch, doch scheinen sie in der Dopingszene nicht sonderlich geschätzt zu sein. Nur in einem Ausnahmefall kam eine solche Rezeptur ans Licht. Anders scheint es auf dem Erythropoetin-'Markt' zu sein (vgl. a-t 6 [1991], 54): Radrennfahrer schätzen offenbar diese 'biologische' Stütze ihrer Leistungsfähigkeit. Schwedische Rennfahrer scheinen solcher Hilfe entweder nur selten zu bedürfen oder aber eine Kosten-Nutzen- Rechnung aufzumachen: Erythropoetin ist extrem teuer, und sein Preis könnte nur durch eine beträchtliche Siegprämie aufgewogen werden (Biverkningsnytt in: Läkartidningen 90 [1993], 54).


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