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"Kleine" Analgetika oder nichtsteroidale Entzündungshemmer bei Sportverletzungen? Zur ersten Hilfe für verletzte Sportler gehört mitunter auch der Rat des Physiotherapeuten: "Lassen Sie sich vom Arzt einen nichtsteroidalen Entzündungshemmer verschreiben." Diese Empfehlung erscheint in Anbetracht des medizinischen Erkenntnisstandes wenig probat – ebensowenig wie die Gewohnheit einiger Eliteathleten, mit Hilfe hoher Dosen solcher Mittel Akutschmerzen zu dämpfen, um vermeintlich den Heilungsprozeß zu fördern und möglichst rasch wieder in die Arena zurückzukehren. Nichtsteroidale Analgetika können dosisabhängig auch bei jungen, trainierten Sportlern ein peptisches Ulkus verursachen. Dies gilt auch für rezeptfrei erhältliche Mittel wie Ibuprofen (AKTREN 200 u.a.). Ruhigstellung, Eis und Schmerzlinderung mit einfachen Analgetika, gefolgt von dosierter Bewegung, sind Mittel der Wahl (BROOKS, P.: Austral. Prescr. 16 [1993], 77 / ati d).


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