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Arthrose – Studien an einzelnen Patienten helfen bei der Wahl zwischen Parazetamol (BENURON u.a.) und nichtsteroidalem Antirheumatikum: Patienten mit Arthrose erhalten oft nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), obwohl bei der degenerativen Gelenkerkrankung häufig eine entzündliche Komponente fehlt. Zudem können die Entzündungshemmer Magen-Darm-Blutungen und -Perforationen verursachen. Parazetamol (BENURON u.a.) lindert nach einigen Studien die Beschwerden weniger, nach anderen genausogut. Offenbar sprechen nicht alle Patienten gleich gut an. Sogenannte "n-Of-1"-Studien sollen klären, welches Medikament sich für einen einzelnen Patienten am besten eignet. Dieselbe Person erhält hierbei mehrmals hintereinander für bestimmte Zeiträume die zu vergleichenden Mittel. Mit einer solchen doppelblinden Sequenztherapie behandeln australische Rheumatologen 20 Patienten mit Arthrose bis zu drei Monate lang in 14tägigem Wechsel mit täglich zweimal 1 g Parazetamol bzw. 50 mg Diclofenac (VOLTAREN u.a.). Über Schmerzen, Steifigkeit der Gelenke und gastrointestinale und zentralnervöse Beschwerden – typische Störwirkungen von NSAR – werden Tagebücher geführt. 7 von 16 Teilnehmern, die früher NSAR eingenommen hatten, wechseln zu Parazetamol. Die Autoren empfehlen das Verfahren, um bei Patienten mit Arthrose zu prüfen, ob ein verhältnismäßig verträgliches Mittel wie Parazetamol NSAR ersetzen kann (MARCH, L. et al.: Brit. Med. J. 309 [1994], 1041).


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