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Korrespondenz

FCKW-FREIE ASTHMASPRAYS

Wir bitten um eine Liste von Dosieraerosolen, die ohne FCKW angeboten werden, mit Angabe der enthaltenen Treibgase.

Dr. U. SCHAEFER, Dr. T. MÜLLER, Dr. J. VOGEL (Kinderärzte)
D-68542 Heddesheim

Bislang gibt es nur wenige Dosieraerosole ohne Fluorchlorkohlenwasserstoff-Treibgas. Diese enthalten stattdessen das Hydrofluoralkan (HFA) 134a, das die Ozonschicht nicht beeinflussen soll, aber wie FCKW den Treibhauseffekt fördert (a-t 12 [1995], 119; 2 [1997], 23):

Weitere Firmen bereiten den Umstieg vor, so BASF Generics, Boehringer Ingelheim und Farmasan (ebenfalls auf HFA 134a) sowie Rhone-Poulenc Rorer (auf HFA 227). Patente von Großkonzernen wie 3M und GlaxoWellcome erschweren es kleineren Firmen, auf Ersatzstoffe umzustellen.

Wirklich klimaverträgliche Alternativen sind treibgasfreie Inhalationssysteme wie Pulverinhalate. Auch hier gibt es patentrechtliche Hemmnisse (Dr. Wolff GmbH: Schreiben vom 3.6.1998). Bei den bislang angebotenen Pulversystemen wie DISKUS und ROTADISK (Cascan, GlaxoWellcome), TURBOHALER (Astra/Pharma- Stern) oder INHALETTEN (Boehringer Ingelheim) handelt es sich wie bei den FCKW-freien Dosieraerosolen um relativ teure Produkte. Konventionelle FCKW-haltige Zubereitungen gibt es etwa zum halben Preis: 30 DM/Monat für ein Budesonid-Dosieraerosol (z.B. BUDESONID ACIS) oder ab etwa 12 DM/Monat für ein Salbutamol-Dosieraerosol (z.B. AEROLIND), -Red.


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