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Schwere Herzrhythmusstörungen nach Gyrasehemmer Levofloxacin (TAVANIC): Nach einmaliger Einnahme des seit März 1998 erhältlichen Gyrasehemmers Levofloxacin (TAVANIC), der aktiven linksdrehenden Form des Razemats Ofloxacin (TARIVID), bemerkt eine 38-jährige Frau in der folgenden Nacht Herzrasen. Ein am Morgen angefertigtes EKG lässt salvenartig einfallende supraventrikuläre Extrasystolen erkennen mit Frequenzen bis 210 pro Minute. Beschwerden und EKG normalisieren sich noch am selben Tag (Halbwertszeit von Levofloxacin 6 bis 7 Stunden). Die berichtenden Kardiologen kommentieren: "Trotz der Angabe von Rhythmusstörungen in der Gebrauchsinformation ist erhöhte Aufmerksamkeit für derartige Nebenwirkungen angebracht" (NETZWERK-Bericht 9603). Im NETZWERK DER GEGENSEITIGEN INFORMATION überblicken wir 23 weitere Berichte zu kardialen Störwirkungen durch Gyrasehemmer (16 zu Ofloxacin, 4 zu Ciprofloxacin [CIPROBAY], 3 zu Enoxacin [GYRAMID]). Unter Sparfloxacin (ZAGAM) fallen Verlängerung des QT-Intervalls, Herzrhythmusstörungen sowie lebensbedrohliche Torsade de pointes auf (vgl. a-t 5 [1997], 55).


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