Die Information für Ärzte und Apotheker
Neutral, unabhängig und anzeigenfrei
Das Rezept, um stets auf dem Laufenden zu sein. Unabhängig informiert durch das arznei-telegramm®.
Bestellen Sie ein Probeabo
vorheriger Artikela-t 1999; Nr. 4: 48nächster Artikel
Netzwerk aktuell

Pleuraerguss nach Pergolid (PARKOTIL): Nach mehrmonatiger Einnahme des Parkinsonmittels Pergolid (PARKOTIL) werden bei einem 61- jährigen Mann beidseitige Pleuraergüsse festgestellt. Nach Absetzen des Mutterkornalkaloid-Derivates bilden sie sich langsam zurück. Zwei Monate später sind die Pleuren noch schwartig-schwielig verändert. Klinisch besteht Belastungsdyspnoe bei minimalem Resterguss und verminderter Vitalkapazität (NETZWERK-Bericht 9791). Fibrosen der Pleura oder des Retroperitonealraumes sind - wahrscheinlich als Immunreaktion - für Mutterkornalkaloide typisch und können auch durch die Migränemittel Ergotamin (ERGO KRANIT u.a.) oder Dihydroergotaminmesilat (in OPTALIDON SPEZIAL NOC u.a.) ausgelöst werden. Die Migräne-Prophylaxe mit Methysergid (DESERIL RETARD) muss daher auf jeweils maximal vier Monate beschränkt bleiben (vgl. a-t 8 [1997], 87). Wenn PARKINSON-Kranke Mutterkornalkaloid-Abkömmlinge wie Bromocriptin (PRAVIDEL; vgl. a-t 1 [1995], 8), Lisurid (DOPERGIN) oder Pergolid einnehmen, können - wenn auch selten - Pleurafibrosen entstehen.


© 1999 arznei-telegramm

Diese Publikation ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung sowie Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen ist nur mit Genehmigung des arznei-telegramm® gestattet.

vorheriger Artikela-t 1999; Nr. 4: 48nächster Artikel