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Hib-Impfung und Diabetes mellitus: Unsere Berichte zur möglichen Auslösung eines Diabetes mellitus durch die Impfung gegen Haemophilus influenzae Typ b (HIB-VACCINOL u.a., a-t 1999; Nr. 11: 120, Nr. 12: 126) haben breite Diskussionen ausgelöst. Das von uns erbetene statistische Gutachten wurde jetzt von den Autoren teilweise relativiert: In Kenntnis weiterer Daten zur Häufigkeit von Neuerkrankungen an Diabetes bei finnischen Kindern schreiben die Verfasser einen Teil des gehäuft aufgetretenen Diabetes bei geimpften Kindern nun doch einem Kohorteneffekt zu. Ob die Hib-Impfung zur Entstehung der Zuckerkrankheit beiträgt, lässt sich jedoch weiterhin weder ausschließen noch belegen (TRAMPISCH, H.-J., LANGE, S.: Gutachten vom 10. Januar 2000). Unklar bleibt, warum die Inzidenz vor allem bei unter Fünfjährigen seit Mitte der 80er Jahre so deutlich ansteigt - ein Trend, der z.B. auch in Oxford beobachtet wird. Die gleiche Arbeitsgruppe, die die umstrittene finnische Studie durchgeführt hat, diskutiert bei der Veröffentlichung der neuesten epidemiologischen Daten unter anderem auch einen Einfluss der Hib-Impfung (TUOMILEHTO, J. et al.: Diabetologia 1999; 42: 655-60/ati d).

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