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Korrespondenz

ZUR CATIE-STUDIE (a-t 2005; 36: 98-100)

Ich arbeite seit knapp zehn Jahren im stationären Langzeitbereich als Psychiater... Die Ergebnisse über die fehlende Überlegenheit der atypischen Neuroleptika gegenüber den alten ist eine Bestätigung für das, was ich schon lange vermutet habe. Die Auswirkungen sind für uns erheblich: Im stationären Langzeitbereich wird die medikamentöse Behandlung des Grundleidens über den Pflegesatz abgerechnet. Wenn man zum Beispiel statt RISPERDAL CONSTA das preiswertere Depot-HALDOL gibt, spart man ca. 200 € bis 400 € pro Monat. Bei 20 Bewohnern eines Verbundes kommen da schnell zwei Betreuerstellen zusammen, die je nach Medikament zur Verfügung stehen oder nicht. Vielleicht begreifen wir noch einmal, dass jede Form von echtem persönlichen Engagement am Menschen bezüglich der Wirksamkeit sämtliche Rezeptor-Profil-verändernde Pillen bei Weitem in den Schatten stellt.

C. BECKERS (Facharzt für Psychiatrie und Allgemeinmedizin)
D-33790 Halle
Interessenkonflikt: keiner

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