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Korrespondenz

HERVORGEHOBENE INN AUF PACKUNGEN

... alle wesentlichen Angaben nennen

Internationale Freinamen (INN; a-t 2018; 49: 57-8) prominent auf Arzneimittelpackungen zu drucken, ist prinzipiell richtig. Gerade in der Arzneiverordnung in der Klinik haben INN in weiten Teilen bereits Einzug gehalten, wobei oft nur der INN genannt wird. Allerdings hat diese Vorgehensweise ihre Tücken: Wenn die INN groß auf den Packungen angegeben werden, müssen alle (!) wesentlichen Informationen in dieser Größe aufgedruckt werden, also beispielsweise „Amphotericin B, liposomal“ (AMBISOME), „Hydromorphon, 24-h-Retard“ (JURNISTA) oder „Tacrolimus, retardiert“ (ADVAGRAF), um diese jeweils von den konventionellen Varianten zu unterscheiden. Im Klinikalltag ist es bei diesen Beispielen schon zu Verwechselungen gekommen, weil lediglich Wirkstoff und Dosierung verordnet wurden.

N.N. (Name etc. im a-t 8/2016)8 genannt)
D-93049 Regensburg
Interessenkonflikt: keiner

Die britische Behörde MHRA berichtet soeben erneut über tödliche Folgen der Verwechselung von parenteralen Amphotericin-B-Formulierungen und fordert Ärzte auf, sowohl die komplette generische Bezeichnung als auch den Handelsnamen zu rezeptieren, also beispielsweise „liposomales Amphotericin (AMBISOME)“.1  mehr 

© 2018 arznei-telegramm, publiziert am 27. Juli 2018

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