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LAROTRECTINIB (VITRAKVI) BEI SOLIDEN TUMOREN

Mit Larotrectinib (VITRAKVI) ist seit Oktober 2019 erstmals ein Wirkstoff zur Therapie solider Tumoren im Handel, der nicht für bestimmte Krebsarten wie Brustkrebs oder kolorektale Karzinome zugelassen ist, sondern unabhängig von der Tumorentität, sofern eine bestimmte Genveränderung im Tumorgewebe nachgewiesen ist.1 Wegen dieser Besonderheit gehen wir auf den Wirkstoff ein, obwohl diese insgesamt selten ist und die Therapie daher nur für wenige Patienten infrage kommt. Der Kinasehemmer darf zudem nur als letzte Reserve bei soliden Tumoren angewendet werden, wenn keine andere zufriedenstellende Therapieoption zur Verfügung steht. Die Erkrankung muss lokal fortgeschritten oder metastasiert sein oder eine chirurgische Resektion wahrscheinlich zu schwerer Morbidität führen.1

EIGENSCHAFTEN: Larotrectinib hemmt selektiv die Tropomyosinrezeptorkinasen (TRK) A, B und C, die an Wachstum, Differenzierung und Überleben neuronaler Zellen beteiligt sein sollen und durch die Gene der neurotrophen Tyrosinrezeptorkinasen (NTRK) 1, 2 und 3 kodiert werden.  mehr 

© 2020 arznei-telegramm, publiziert am 21. Februar 2020

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