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DÄNEMARK SETZT IMPFUNG MIT COVID-19-IMPFSTOFF VON ASTRAZENECA AUS

Nach Berichten über Thromboembolie in Verbindung mit dem COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca (AZD1222; a-t 2021; 52: 9-13), darunter ein Todesfall in Dänemark1 sowie ein weiterer in Österreich2, wird die Vakzine in Dänemark als Vorsichtsmaßnahme bis zum Abschluss einer näheren Untersuchung nicht mehr angewendet. Die dänische Arzneimittelbehörde empfiehlt zudem Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage mit AZD1222 geimpft wurden, ihren Arzt zu informieren, wenn Beschwerden länger als drei Tage anhalten oder neue Symptome nach Abklingen der bekannten vorübergehenden Reaktionen auftreten.1

Eine Untersuchung durch die europäische Arzneimittelbehörde EMA läuft bereits,3 nachdem in Österreich eine 49-jährige Frau infolge multipler Thrombosen zehn Tage nach Impfung mit AZD1222 gestorben ist und eine 35-Jährige, die eine Dosis derselben Charge erhalten hat, wegen Lungenembolie stationär behandelt werden musste.2,3 Die eine Million Vakzine umfassende Charge, zu der zwei weitere Verdachtsberichte zu Thromboembolie vorliegen, wird in Österreich und in weiteren Ländern nicht weiter verwendet. Sie ist in 17 Länder, jedoch nicht nach Deutschland geliefert worden. Gemäß vorläufiger Einschätzung der EMA sind thromboembolische Ereignisse nach Impfung mit AZD1222 nicht häufiger als in der Allgemeinbevölkerung. Bis 9. März 2021 lagen der Behörde 22 Verdachtsberichte über Thromboembolie vor unter insgesamt drei Millionen mit der AstraZeneca-Vakzine Geimpften.3 Detailliertere Informationen sowie rasche Aufklärung durch die Arzneimittelbehörden sind dringend erforderlich, –Red.

1Danish Medicines Agency: Pressemitteilung vom 11. März 2021; http://www.a-turl.de/?k=pens
2Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (Österreich): Pressemitteilung vom 7. März 2021; http://www.a- turl.de/?k=penb
3EMA: Pressemitteilung vom 10. März 2021; http://www.a-turl.de/?k=lmsh

© 2021 arznei-telegramm, publiziert am 11. März 2021

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