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Therapiekritik

MALARIAPROPHYLAXE
NACH DEM MEFLOQUIN (LARIAM)-RÜCKZUG

Die in Tropen und Subtropen verbreitete Malaria ist eine der bedeutendsten Infektionskrankheiten. Vor 60 Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das erste Programm zu deren Eindämmung aufgelegt, das damals vor allem auf flächendeckendes Versprühen des Insektizids DDT innerhalb und außerhalb von Häusern setzte sowie auf Massenbehandlungen mit Chloroquin (RESOCHIN).1 Nach ersten Erfolgen, Rückschlägen und Strategieänderungen leben heute immer noch rund 40% der Weltbevölkerung in Malaria-Endemiegebieten. Weltweit erkrankten 2015 rund 210 Millionen Menschen, insbesondere in Afrika. Geschätzt 440.000 starben, überwiegend Kinder. Im Vergleich zum Jahr 2000 sind dies 18% Erkrankungen und 48% Todesfälle weniger.2

Die WHO hat jüngst die Region Europa für malariafrei erklärt.3 Dennoch werden jährlich etwa 500 bis über 1.000 Malariaerkrankungen von Rückkehrern aus den Tropen nach Deutschland eingeschleppt, vor allem in der jüngeren Vergangenheit auch von Personen, die aus dem afrikanischem Raum einreisen.4 Bis zu sechs der Erkrankten sterben hierzulande jährlich, vor allem wenn die gefährlichste Form, die Malaria tropica (Falciparum-Malaria), nicht oder zu spät erkannt wird.  mehr 

© 2016 arznei-telegramm, publiziert am 10. Juni 2016

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