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Therapiekritik

COMPASS-STUDIE: PANTOPRAZOL SICHER, ABER OHNE NUTZEN

Ein Nutzen von zusätzlichen Protonenpumpenhemmern (PPI) bei Patienten unter Low-dose-Azetylsalizylsäure (ASS; ASPIRIN N, Generika) ist mehrfach belegt – allerdings nur, wenn zum Beispiel wegen oberer Magen-Darm-Blutung in der Vorgeschichte ein hohes Komplikationsrisiko besteht. In mehreren kleinen randomisierten Studien mit Hochrisikopatienten wegen Komplikation eines peptischen Ulkus unter Low-dose-ASS sinkt das Rezidivrisiko durch einen zusätzlichen PPI von jährlich 9% bis 15% unter Fortsetzung der ASS-Therapie allein oder Umstellung auf Clopidogrel (PLAVIX, Generika) auf 0% bis 1,6% (Number Needed to Treat [NNT] = 7 bis 13 pro Jahr).1-3 Bei Patienten unter Monotherapie mit Low-dose-ASS ohne Ulkuskomplikation in der Vorgeschichte ist für einen zusätzlichen PPI nach unserer Kenntnis lediglich eine Minderung endoskopisch gescreenter peptischer Ulzera belegt (OBERON-Studie),4 während sich hinsichtlich der insgesamt seltenen oberen gastrointestinalen Komplikationen (unter den unerwünschten Wirkungen erfasst, bis zu 0,37% in 26 Wochen4) kein Nutzen ableiten lässt.  mehr 

© 2019 arznei-telegramm, publiziert am 5. Juli 2019

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