Die Information für Ärzte und Apotheker
Neutral, unabhängig und anzeigenfrei
Das Rezept, um stets auf dem Laufenden zu sein. Unabhängig informiert durch das arznei-telegramm®.
Bestellen Sie ein Probeabo
vorheriger Artikela-t 2019; 50: 68-70nächster Artikel
Korrespondenz

HPV-IMPFUNG: NEUE DATEN ZUR DAUER DES IMPFSCHUTZES?

Gibt es inzwischen Daten über die Dauer des Impfschutzes nach Anwendung eines HPV-Impfstoffes vor ca. zehn Jahren? Werden Boosterimpfungen bzw. eine erneute Impfserie mit dem neunvalenten Impfstoff (GARDASIL 9) empfohlen?

N.N. (Name etc. in a-t 8/2019 genannt)
Interessenkonflikt: keiner

2014 hatten wir die Daten zur Dauer des Schutzes nach Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) als spärlich und von schlechter Qualität eingestuft (vgl. a-t 2014; 45: 101-3). In den beiden damals vorliegenden Extensionsstudien mit insgesamt lediglich etwa 300 geimpften Frauen werden innerhalb eines mittleren Nachbeobachtungszeitraums von fünf Jahren (GARDASIL [außer Handel]*, deckt die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 ab)1 bzw. neun Jahren (CERVARIX, gegen HPV 16 und 18)2 nach der ersten Impfung keine Zervixdysplasien berichtet, die mit HPV 16 oder 18 assoziiert sind.**

*Durch GARDASIL 9 ersetzt, das 5 weitere onkogene HPV-Typen abdeckt.
**Unter GARDASIL werden zudem keine mit HPV 6 oder 11 assoziierten Erkrankungen einschließlich Genitalwarzen (Condylomata acuminata) beobachtet.1

Wie bei anderen offenen Fragen hat sich auch die Datenlage im Hinblick auf die Dauer des Impfschutzes – vor allem für das tetravalente GARDASIL – inzwischen deutlich verbessert: Seit 2018 liegt eine Zwischenauswertung3 der Nachbeobachtung von ehemaligen Teilnehmerinnen der FUTURE-II-Studie4 (vgl. a-t 2006; 37: 117-9 u.a.) aus Dänemark, Island, Norwegen und Schweden vor.  mehr 

© 2019 arznei-telegramm, publiziert am 23. August 2019

Diese Publikation ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung sowie Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen ist nur mit Genehmigung des arznei-telegramm® gestattet.

vorheriger Artikela-t 2019; 50: 68-70nächster Artikel