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Nebenwirkungen

ANWENDUNGSBESCHRÄNKUNGEN FÜR IBEROGAST – 10 JAHRE ZU SPÄT

Jahrelang hat sich die Firma Bayer geweigert,** Hinweise auf die potenziell hepatotoxische Wirkung und entsprechende Anwendungsbeschränkungen in die Produktinformation der Schöllkraut-haltigen Kräutertinktur IBEROGAST aufzunehmen, die das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bereits 2008 angeordnet hat (vgl. a-t 2008; 39: 95-7, 2015; 46: 31-2, 2018; 49: 22-3). Neue dem BfArM zugegangene Nebenwirkungsmeldungen erhärten jetzt den Verdacht auf Hepatotoxizität von IBEROGAST, darunter ein im Juli 2018 bekannt gewordener zweiter Bericht über Leberversagen mit Notwendigkeit einer Lebertransplantation, die anders als in einem früheren Bericht (vgl. a-t 2016; 47: 87) tödlich endete. Informationen der meldenden Ärzte sollen einen Zusammenhang mit der Anwendung von IBEROGAST nahelegen.1  mehr 

© 2018 arznei-telegramm, publiziert am 21. September 2018

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