![]() | ||
a-t 2004; 35: 36 | ||
![]() | ||
| ||
Bereits im Januar dieses Jahres hat Lilly US-amerikanische Ärzte gewarnt, dass unter dem atypischen Neuroleptikum Olanzapin (ZYPREXA) Sterblichkeit und Schlaganfallrisiko bei älteren Personen mit Demenz unterschiedlicher Genese signifikant ansteigen. Jetzt - fast zwei Monate später - werden Verordner auch hierzulande informiert: In fünf klinischen Studien mit insgesamt 1.662 im Mittel 78 Jahre alten Demenz-Kranken mit begleitender Psychose sind unter Olanzapin unabhängig von Dosis und Dauer der Anwendung 3,5% der Patienten verstorben im Vergleich zu 1,5% unter Plazebo. Zerebrovaskuläre Ereignisse traten bei 1,3% gegenüber 0,4% unter Scheinmedikament auf. Ein Nutzen ließ sich in den Studien nicht belegen. Das Antipsychotikum ist für diese Personengruppe nicht zugelassen, wird aber häufiger verwendet ("off-label"), wenn zusätzlich Wahnvorstellungen, Aggressivität u.a. auftreten. Patienten, die Olanzapin wegen Schizophrenie oder bipolarer Störung einnehmen, sollen nicht betroffen sein.1-3
| ||
| © 2004 arznei-telegramm |