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Infektion nach Gelenkersatz – hämatogen durch Mundhöhlenkeime? Hüftgelenk-Endoprothesen sollen bei ca. 0,3% der Operierten auf dem Blutweg infiziert werden. Nach einer britischen Untersuchung an vier Patienten mit infiziertem Hüft- bzw. Kniegelenksersatz stammten die Erreger – Streptococcus sanguis – wahrscheinlich aus dem Mund. Keime aus der infizierten Prothese und der Mundhöhle reagierten jeweils gleich empfindlich auf verschiedene Antibiotika. Die Muster der Zellwand-Polypeptide stimmten ebenfalls weitgehend überein. Alle vier Patienten litten unter ausgedehnten Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Periodontitis) mit Beteiligung von Wurzelspitzen. Die Autoren empfehlen, vor Einsatz orthopädischer Prothesen Entzündungen im Bereich der Mundhöhle zu sanieren (BARTZOKAS, C. A. et al.: Brit. Med. J. 309 [1994], 506). Dies gilt auch für gefäßchirurgische Eingriffe (STANSBY, G. et al.: Brit. Med. J. 309 [1994], 880).


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