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Korrespondenz

INSULIN-IMPORTE EIN SICHERHEITSRISIKO?

...Bei reimportierten Insulinen, z.B. ACTRAPHANE von Novo-Nordisk, Reimporteur Kohl, wird die durchsichtige Original-Banderole auf der Ampulle durch eine undurchsichtige der importierenden Firma überklebt, damit der Name des Präparates mit dem in Deutschland verwendeten übereinstimmt. Dieses hat für den Endverbraucher den entscheidenden Nachteil, dass der Inhalt der Ampulle nur sehr schwer und unzureichend zu beurteilen ist hinsichtlich einer ganzen Reihe von Gesichtspunkten, die geschulte DiabetikerInnen gewohnt sind abzuchecken:

 Bestehen Ausflockungen oder Verfärbungen des Inhaltes?

 Wie viel Restinhalt ist in der Ampulle?

 Besteht eine ausreichende Durchmischung des Ampulleninhaltes vor der Injektion?

 Weist die Ampulle Risse oder große Luftblasen auf?

Zur Beurteilung des Ampulleninhaltes stehen bestenfalls der ca. 1 mm breite Zwischenraum der Umverpackungs-Banderole und das wenige Quadratmillimeter- große Feld unter dem Markierungsring zur Verfügung - meines Erachtens deutlich zu wenig. Gerade - aber nicht nur - älteren Menschen wird durch die Verwendung derartiger Umetikettierungen die Insulintherapie unnötig erschwert. Ich erachte es aus den aufgeführten Gründen unbedingt für erforderlich, dass die Banderolen von Insulinampullen ausreichend Platz zur Beurteilung des Ampulleninhaltes lassen oder noch besser, durchsichtig sein sollten.

Dr. med. C. PETERSEN (Facharzt f. Innere Med., Diabetologe/DDG) D-24837 Schleswig

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