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OSPEMIFEN (SENSHIO) BEI VAGINALER ATROPHIE NACH DER MENOPAUSE

Der Rückgang der Östrogenspiegel in den Wechseljahren ruft eine Verdünnung des Scheidenepithels hervor und führt langfristig zu einer vulvovaginalen Atrophie. Damit verbunden ist eine Abnahme der vaginalen Schleimproduktion, die Juckreiz, Scheidentrockenheit, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) und vaginalen Ausfluss verursachen kann.1,2 Zur Linderung der Beschwerden werden in Leitlinien in erster Linie östrogenhaltige und hormonfreie intravaginal anzuwendende Mittel empfohlen (siehe Kasten, unten).2-7

Seit Mai 2016 wird mit Ospemifen (SENSHIO) erstmals ein selektiver Östrogenrezeptor-Modulator zur peroralen Behandlung der mittelschweren bis schweren symptomatischen vulvovaginalen Atrophie angeboten, zugelassen für Frauen nach der Menopause, bei denen eine lokale vaginale Östrogentherapie "nicht infrage kommt".8 Eine nähere Erläuterung findet sich in der Fachinformation dazu nicht. Gemäß europäischem Beurteilungsbericht (EPAR) sind damit offenbar Frauen gemeint, die per os einzunehmende Präparate bevorzugen, für die eine systemische Hormontherapie wegen fehlender vasomotorischer Symptome aber nicht angezeigt ist, oder die gänzlich auf Östrogene verzichten möchten.9 Anbieter Shionogi bewirbt Ospemifen als "orale hormonfreie Therapie" beispielsweise für Frauen mit Mammakarzinom nach Abschluss der Krebsbehandlung.10  mehr 

© 2016 arznei-telegramm, publiziert am 8. Juli 2016

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