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Korrespondenz

PER SCREENING ENTDECKTE KAROTIS-PLAQUES BEI GESUNDEN – WAS TUN?

In meiner täglichen Arbeit als Hausarzt werde ich immer wieder mit folgender Fragestellung zur Primärprävention bei Erkrankungen der hirnversorgenden Gefäße konfrontiert. Beispiel: Patient, 50 Jahre alt, keine Hypercholesterinämie, im Ultraschall nicht stenosierende harte Plaque im Bulbus carotis links, keine weiteren Vorerkrankungen. Gibt es hier evidenzbasierte Empfehlungen zur Therapie (kardiologisch und neurologisch werden mir hier häufig ASS und CSE-Hemmer empfohlen)? Welche Evidenz liegt für die Aussage vor, dass CSE-Hemmer eine Plaquestabilisierung bewirken?

N.N. (Name etc. im a-t 12/2016 genannt)

Im Ultraschallscreening entdeckte Plaques der Halsschlagader (Arteria carotis) gelten als Marker für eine subklinische Atherosklerose.1 Nach bevölkerungsbezogenen Studien soll die Ausprägung einer Atherosklerose in einem arteriellen Bereich mit der in anderen Arterien korrelieren.2 Wenn bei Gesunden im mittleren Lebensalter nach Karotisplaques gescreent wird, ist die Wahrscheinlichkeit, fündig zu werden, hoch: In der PESA-Studie, in die zwischen 2010 und 2014 über 4.000 spanische Bankangestellte im Alter zwischen 40 und 54 Jahren ohne kardiovaskuläre Vorerkrankung aufgenommen wurden, findet sich eine Prävalenz von Plaques der Karotis im Ultraschall von 31% (Männer 36%, Frauen 24%).3  mehr 

© 2016 arznei-telegramm, publiziert am 16. Dezember 2016

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