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Hyposensibilisierung gegen Insektengift – für wen? Die Hyposensibilisierung Erwachsener mit reinem Insektengift senkt das Risiko stichinduzierter Anaphylaxien um über 90%. Nicht-immunisierte Erwachsene mit Allergie gegen Insektengift müssen bei einem erneuten Stich zu 60% mit systemischen Reaktionen rechnen. Für die meisten Kinder mit Insektengiftallergie scheint die Hyposensibilisierung indes unnötig zu sein: In einer Studie an 242 Kindern zwischen 2 und 16 Jahren mit hautbezogenen systemischen allergischen Reaktionen nach Insektenstich und positivem Hauttest gegen mindestens ein Hymenopterengift folgten bei unbehandelten Kindern nach erneutem Stich systemische Reaktionen lediglich zu 9,2%, bei hyposensibilisierten zu 1,2%. In beiden Gruppen waren die Folgereaktionen überwiegend milder als beim ersten Stich, bei keinem Kind schwerer (VALENTINE, M. D. et al.: N. Engl. J. Med. 323 [1990], 1601).


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