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Venös bedingte Beinulzera – eine Indikation für Pentoxifyllin (TRENTAL u.a.)? Venöse Ulzera kommen häufig vor. Sie zeigen eine schlechte Abheilungstendenz und sind schmerzhaft. Ist der venöse Abfluß gestört, wird die Hautdurchblutung sekundär geschädigt. Hochlagern der Beine, Beinmuskeltraining, Kompressionsbandagen und später elastische Strümpfe bilden nach wie vor die Eckpfeiler der Behandlung. Es fehlen medikamentöse Therapien. In dieser Situation läßt die Mitteilung aufhorchen, täglich 1200 mg Pentoxifyllin verbessere gegenüber Plazebo während des Beobachtungszeitraums von einem halben Jahr die Abheilungschancen venöser Ulzera. Ein Erfolg ist erst nach mehrmonatiger Behandlung (Mindestwartezeit 3 Monate) zu erhoffen. Für periphere arterielle Durchblutungsstörungen kann Pentoxifyllin (TRENTAL u.a.) nach wie vor nicht empfohlen werden. Möglicherweise hat das Pharmakon aber einen Adjuvansstatus zusätzlich zur Kompressionsbehandlung, wenn es um die Behandlung therapieresistenter venöser Ulzera der unteren Extremitäten geht (drug ther. bull. 29 [1991], 59).


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