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Antihistamin Terfenadin (TELDANE) mit Vorsicht verordnen: In a-t 4 (1991), 34 erwähnten wir kardiale Zwischenfälle mit Letalausgang nach Terfenadin (TELDANE, FOMOS, HISFEDIN). Zum Teil lagen Überdosierungen vor oder es wurden gleichzeitig Makrolidantibiotika oder Ketoconazol (NIZORAL) gegeben. Für das NETZWERK erhielten wir einen Bericht über Kammerflattern (Nr. 3682) und einen über tödlich endenden Kreislaufkollaps mit Bradykardie unter TELDANE. Bei der Autopsie wurde eine vorher nicht bekannte und symptomlose Myokarditis diagnostiziert (Nr. 5558). Der Terfenadin-Anbieter Marion Merrell Dow informiert im Juli 1992 "aufgrund einer Absprache ... mit der Food and Drug Administration" über schwerwiegende Herzrhythmusstörungen in Einzelfällen nach Überdosen oder als Folge der Nichtbeachtung von Kontraindikationen wie Leberfunktionsstörungen oder gleichzeitiger Gabe von Makrolidantibiotika oder Ketoconazol. Es könne durch Wechselwirkungen zu Ausscheidungsverzögerungen kommen. Bei bereits bekannter QT-Zeitverlängerung im EKG sollte Terfenadin "mit Vorsicht" eingenommen werden (Inserat in der Ärzte Zeitung vom 13. Juli 1992).


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