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Korrespondenz

AT 5 (1992), 42: "PEPTISCHES ULKUS"

... Zum einen vergessen Sie, darauf hinzuweisen, daß die Beendigung der Raucherei noch immer Ulkus-Behandlungstherapie-Prinzip Nr. 1 ist. Auch wäre ein kurzer Hinweis auf die Bindung immenser Finanzmittel für H2-Blocker, die eine typische Raucher-Begleitmedikation geworden sind, hilfreich. Es bietet sich selten die Möglichkeit, Ursache und Abhilfe so ins Verhältnis zu setzen wie Zigarettenkonsum und H2-Blocker-Verbrauch.
Es muß enttäuschen, daß das wichtigste "Ereignis" auf diesem Therapiesektor – der Ablauf des Cimetidin-Patentes – von Ihnen mit keinem Wort erwähnt wird... Endlich einmal ist die Möglichkeit gegeben, den ehemaligen "Goldstandard" zu einem auf mittleres Niveau durchgesackten Preis anzubieten und ganz erhebliche Kosten zu sparen: Ein umfangreicher Einstieg der Ärzteschaft in dieses Generika-Segment hätte auch weitere Preissenkungen zur Folge ...

Dr. med. L. BEYERLE (Internist)
W-4330 Mülheim/Ruhr


... Die Fakten hinsichtlich Wirksamkeit und Sicherheit sprechen für Omeprazol (ANTRA), auch wenn Sie in Ihrem Beitrag in a-t 5/92 nach wie vor das Feuer der "ungeklärten Kanzerogenität" schüren. Zudem handelt es sich nicht um eine Kanzerogenität, sondern um eine ECL-Zellhyperplasie (Hyperplasie der enterochromaffinen Zellen, –Red.). Dies ist ein Phänomen, welches nur bei der weiblichen Wistarratte in Toxizitätsstudien auftritt. Nachträgliche Untersuchungen haben ergeben, daß H2-Blocker das gleiche Phänomen auslösen. Es gibt also auch Karzinoide unter hochdosierter Ranitidin-Therapie (SOSTRIL, ZANTIC) bei der weiblichen Wistarratte, wenn äquipotente säurehemmende Dosen gegeben werden... Für H2-Blocker sehe ich nur noch eine Indikation für Patienten mit Reizmagen, deren Beschwerden säurebedingt sind.

Prof. Dr. med. H.-G. ROHNER
Inn. Abt./Marienkrankenhaus
W-5840 Schwerte


... Tatsächlich sind bisher keine besonderen Unterschiede in den unerwünschten Wirkungen von Plazebo, Omeprazol und Ranitidin festgestellt worden ...1

Prof. Dr. med. K.-U. PETERSEN
Institut für Pharmakologie und Toxikologie
der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule
W-5100 Aachen


1   MCTAVISH, D. et al.: Drugs 42 (1991), 138


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