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Impfversager nach FSME-IMMUN: Auf den unzureichenden Impfschutz des Immuno-Impfstoffes FSME-IMMUN macht ein NETZWERK-Melder in a-t 9 (1991), 83 aufmerksam. Mitarbeiter der II. Med. Abteilung des Krankenhauses Linz (Österreich) beschreiben sechs Personen mit Impfstoffversagen trotz korrekt vorgenommener Impfung. Darunter befand sich ein 60jähriger Mann mit rezidivierenden Fieberschüben nach Zeckenbissen, verbunden mit Kopfschmerzen, Gedächtnisstörungen, Gangunsicherheit und zeitweilig auftretenden Doppelbildern. Die Ergebnisse der Virusserologie mit FSME- spezifischen Antikörpern der Klasse IgG und IgM sicherten bei Titern von über 1000 I.E. im Serum und im Liquor eine abgelaufene FSME-Infektion trotz korrekt durchgeführter Impfprophylaxe (Der Kassenarzt 25/1992). Eine 41jährige Lehrerin im Stuttgarter Raum erlitt nach FSME-Zweitimpfung eine Meningoenzephalitis sowie ein impfbedingtes hirnorganisches Psychosyndrom, das sie zeitweilig berufsunfähig werden ließ (NETZWERK-Fall 4915). FSME-spezifische Antikörper ließen sich bei ihr nach den Impfungen nicht nachweisen, so daß hier von einem Impfschaden bei Impfversagen auszugehen ist.


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