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Zidovudin (RETROVIR) senkt Risiko der HIV-Übertragung in der Schwangerschaft – aber Resistenz möglich: Etwa 15% der Neugeborenen HIV-infizierter Mütter stecken sich mit dem Virus an, meistens in der Spätschwangerschaft oder bei der Entbindung. Einen gewissen Schutz bietet Zidovudin (RETROVIR). Im Dezember 1993 wurde eine plazebo-kontrollierte Studie an Schwangeren und Neugeborenen nach der ersten Zwischenanalyse abgebrochen, weil unter dem Virustatikum deutlich weniger Kinder HIV-infiziert waren. 13 (7%) von 180 Neugeborenen aus der Zidovudingruppe haben sich mit dem Virus angesteckt, dagegen 40 (22%) von 183 unter Plazebo. Zidovudin wird insgesamt gut vertragen. Allerdings liegt der Hämoglobinwert bei den Neugeborenen unter Verum signifikant unter dem in der Plazebogruppe. Hinsichtlich Art und Häufigkeit von Fehlbildungen finden sich keine Unterschiede (CONNOR, E. M. et al.: N. Engl. J. Med. 331 [1994], 1173/ati d). Aus der Schweiz kommt der erste Bericht über eine neonatale Infektion durch Zidovudin-resistentes HIV-1 nach 15monatiger Einnahme und erneuter Behandlung mit Zidovudin von den letzten zwei Schwangerschaftswochen an (SIEGRIST, C. et al.: Lancet 344 [1994], 1771).


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