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Zur Verträglichkeit der Masernimpfung: Rund zwei Millionen Menschen sterben jährlich weltweit an Masern. Bei einem von 3.000 Erkrankten soll die Infektion mit dem Masernvirus tödlich verlaufen. Angesichts einer drohenden Epidemie impften britische Ärzte Ende 1994 acht Millionen Kinder im Alter zwischen 5 und 16 Jahren gegen Masern und Röteln. Das britische Committee on Safety of Medicines zieht nun unter Abwägung von Nutzen und Risiken eine positive Bilanz: Bleibende Schäden oder Todesfälle als Folge der Impfkampagne sind nicht dokumentiert. Ohne Schutz wären 50 tödliche Masernerkrankungen zu erwarten gewesen. Bei jedem 15.000sten Kind traten schwerwiegende Impffolgen auf. Allergische und anaphylaktische Reaktionen werden in einer Häufigkeit von 1 : 65.000 Impfungen berichtet, Erythema multiforme bei 1 : 900.000. Ohne Berücksichtigung einer Dunkelziffer übersteigt die Rate an Enzephalitiden (1 : 730.000), GUILLAIN-BARRE-Syndromen (1 : 2,5 Millionen), Sehnerventzündungen (1 : 600.000), Krampfanfällen (1 : 250.000) und Fazialislähmungen (1 : 1 Million) nicht die bei Ungeimpften zu erwartende Häufigkeit. Eine subakute sklerosierende Panenzephalitis einen Monat nach Immunisierung führt das CSM auf Infektion mit Wildvirus zurück. Diese Komplikation tritt in der Regel erst nach Jahren auf (Curr. Probl. 21 [1995], 9/ati d).


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