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Kontrazeptiva der dritten Generation - erhöhte Mortalität junger Frauen statistisch erfaßt: Die niederländische Mortalitätsstatistik verzeichnet 1993 und 1994 bei Frauen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren je einen zusätzlichen Todesfall pro Million Frauenjahre an venösen Thromboembolien (Thrombophlebitiden, andere venöse Thrombosen, Lungenembolien). Klinische Epidemiologen und Gynäkologen der Universität Leiden führen diesen Anstieg gegenüber den späten achtziger Jahren auf die Zunahme des Gebrauchs von Kontrazeptiva der dritten Generation mit Desogestrel (in MARVELON u.a.) und Gestoden (in FEMOVAN u.a.) zurück, die in den Niederlanden von 10% der Frauen verwendet wurden. Bezogen auf 100.000 Frauenjahre kommt es durch Kontrazeptiva der dritten Generation zu zehn zusätzlichen thromboembolischen Ereignissen, von denen 1% tödlich verläuft. Somit erleidet diese Gruppe von Anwenderinnen einen zusätzlichen Todesfall pro 1 Million Frauenjahre. Und genau dies zeichnet sich in der Mortalitätsstatistik ab (VANDENBROUCKE, J. P. et al.: Lancet 348 [1996], 401/ati d).


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