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Bluthochdruckprophylaxe - park and walk: Körperliche Bewegung bzw. Ausdauertraining trägt dazu bei, den Blutdruck zu senken und das kardiovaskuläre Risiko zu reduzieren (WHO: J. Hypertens. 17 [1999], 151). Regelmässiges Training, z.B. dreimal pro Woche je eine Stunde, senkt die systolischen Blutdruckwerte um etwa 5 mmHg. Dieser Effekt verschwindet jedoch, wenn das Trainingsprogramm beendet wird. Bislang war nur für intensive sportliche Betätigung prospektiv nachgewiesen, dass Bewegung einem Bluthochdruck auch vorbeugen kann (PAFFENBARGER, R. S. et al.: Ann. Med. 23 [1991], 319). Über den Zusammenhang zwischen leichter körperlicher Betätigung und Hypertonie bringt nun eine prospektive Studie bei Mitarbeitern eines Gasunternehmens in Osaka (Japan) Aufschluss. Über 6.000 Männer zwischen 35 bis 63 Jahren mit sitzender Tätigkeit und normalen Blutdruckwerten werden 6 bis 16 Jahre lang beobachtet. Männer, die 10 bis 20 Minuten zur Arbeit laufen, verringern ihr Risiko, Bluthochdruck zu entwickeln, nur gering, verglichen mit denjenigen, die weniger als zehn Minuten Fußweg haben. Bei täglicher Gehzeit von mehr als 20 Minuten fällt die Risikoreduktion deutlicher aus: Um eine zusätzliche Erkrankung an Hypertonie innerhalb von zehn Jahren zu verhindern, müssen 26 Angestellte täglich mehr als zwanzig Minuten zu Fuß zur Arbeit gehen, 111 bei einer Gehzeit von 10 bis 20 Minuten. Körperliche Betätigung in der Freizeit verringert das Risiko zusätzlich (HAYASHI, T. et al.: Ann. Intern. Med. 130 [1999], 21).


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