Die Information für Ärzte und Apotheker
Neutral, unabhängig und anzeigenfrei
Kein Abonnent? Das arznei-telegramm® finanziert sich ausschließlich über Abonnements.
Bestellen Sie ein Probeabo
vorheriger Artikela-t 2000; 31: 14nächster Artikel
Kurz und bündig

Preisrutsch bei Enalapril- und Lisinopril-ACE-Hemmern: Seit Mitte Dezember 1999 sind die Patente der ACE-Hemmer Enalapril (PRES, XANEF) und Lisinopril (ACERBON, CORIC) abgelaufen. Durch Nachfolgepräparate lassen sich die jährlichen Aufwendungen für Enalapril (250 Millionen DM über öffentliche Apotheken) und Lisinopril (125 Millionen DM) jetzt halbieren. Berlin-Chemie (BENALAPRIL) und BASF Generics (ENALAPRIL BASF) bewerben ihre Produkte seit Mitte Dezember mit angeblich besonders günstigen Kosten. Den kleingeschriebenen Vermerk, dass die Preise erst ab Anfang 2000 gelten, dürften die meisten Leser übersehen. Ein von BASF Generics veröffentlichter Preisvergleich (z.B. Ärzte Zeitung vom 15. Dezember 1999), der auf verschiedenen Preisstichtagen beruht, ist irreführend und unseriös. Die folgende Tabelle gibt die aktuellen Apothekenverkaufspreise (1. Jan. 2000) und die prozentualen Anteile vom Festbetrag für 100 Tabletten zu 10 mg wieder, der meistverordneten Enalapril-Zubereitung:

Enalapril ist wie Captopril (TENSOBON u.a.) ein ACE-Hemmer der Wahl mit hohem Erprobungsgrad. Auch Lisinopril, die Lysinvariante von Enalaprilat, wird jetzt etwa zum halben Preis der Originale angeboten (z.B. LISIHEXAL, LISINOPRIL-RATIOPHARM, LISINOPRIL STADA). Da es sich bei Lisinopril um eine Wirkstoffvariante ohne besonderen Stellenwert handelt, verzichten wir hier auf den detaillierten Preisvergleich, -Red.

© 2000 arznei-telegramm

Diese Publikation ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung sowie Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen ist nur mit Genehmigung des arznei-telegramm® gestattet.