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Lehnt die Bevölkerung die Positivliste ab? Angeblich wollen zwei Drittel der Deutschen die Positivliste nicht - so das Ergebnis einer vom Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) beauftragten Meinungsumfrage von TNS Emnid (Ärzte Ztg. vom 20. Juni 2001). Das Ergebnis ist Produkt manipulativer Fragen. Fragestellungen wie "Arzneimittel, die nicht auf der Positivliste stehen ... müssen ... von den Patienten selbst bezahlt werden. Welche Einstellung haben Sie zu einer solchen Positivliste?" (Ärzte Ztg. vom 26. März 2001) zielen auf die Geldbörse ab. Wer gibt schließlich freiwillig mehr aus? So leuchtet ein, dass die Befragten, die nichts gegen die Positivliste einzuwenden haben, privat versichert sind oder ein Nettoeinkommen über 5.000 DM haben. Wie wäre wohl die "repräsentative" Erhebung ausgegangen bei Fragen wie: "Die Positivliste enthält nur Arzneimittel, deren Nutzen belegt ist und deren Risiken gut überschaubar sind. Wie stehen Sie zu solch einer Positivliste?" Dann wäre das Ergebnis vermutlich nicht im Sinne des Auftraggebers ausgefallen, -Red.

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