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Influenza - zunehmende Resistenzen gegen Oseltamivir (TAMIFLU)

Nach Daten der US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) besteht in den USA eine nahezu vollständige Resistenz der derzeit überwiegend kursierenden Influenza A (H1N1)-Viren gegenüber dem Neuraminidasehemmer Oseltamivir (TAMIFLU). Die Resistenz beruht offenbar auf einer Spontanmutation der Bindungsstelle an der Neuraminidase. Die CDC empfehlen daher, vorzugsweise das als wirksam getestete inhalativ anzuwendende Zanamivir (RELENZA) zu verwenden, falls ein Neuraminidasehemmer angezeigt sein sollte (CDC Interim Recommendations vom 19. Dez. 2008; zu finden unter: http://www.cdc. gov). In Deutschland macht der auch hierzulande vollständig resistente Virussubtyp nur etwa 5% der isolierten Influenzaviren aus. Der überwiegende Teil wird durch einen gegenüber Oseltamivir empfindlichen H3N2-Virus verursacht (Wochenberichte der AG Influenza; zu finden unter http://www.rki.de —> Influenza —> Surveillance/Verbreitung). Die Daten zeigen jedoch erneut, mit welcher Geschwindigkeit sich Resistenzen gegen Oseltamivir ausbreiten. In der vergangenen Grippesaison waren in den USA noch 89% des wichtigsten Virussubtyps gegenüber Oseltamivir empfindlich, -Red.

© 2009 arznei-telegramm, publiziert am 13. Februar 2009

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