NEUE WARNUNGEN UND GEGENANZEIGEN FÜR MEFLOQUIN (LARIAM)
Per Rote-Hand-Brief weist Roche auf erweiterte Kontraindikationen und Warnhinweise für das Malariamittel Mefloquin (LARIAM) hin. Mefloquin ist jetzt bei jeglicher aktiver oder anamnestischer psychiatrischer Störung, Schwarzwasserfieber in der Vorgeschichte oder schwerer Leberfunktionsstörung kontraindiziert. Bei neuropsychiatrischen Reaktionen muss es sofort abgesetzt werden. Störwirkungen können noch Monate nach Absetzen auftreten und monatelang anhalten (Roche: Rote-Hand-Brief, Sept. 2013). Laut US-amerikanischer Produktinformation können neurologische Störwirkungen sogar permanent bestehen bleiben. Roche stellt jetzt auch einen bereits lange geforderten Patientenpass zur Verfügung, eine Kontraindikations-Checkliste und einen Leitfaden für medizinisches Fachpersonal. Angesichts des Risikos anhaltender Schadwirkungen sehen wir für Mefloquin zur Malariaprophylaxe allenfalls noch eine Nische als Mittel der letzten Wahl, jedoch nicht zur Notfallselbsttherapie (a-t 2013; 44: 72).
© 2013 arznei-telegramm, publiziert am 13. September 2013
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