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Korrespondenz

SACUBITRIL PLUS VALSARTAN ZUR INITIALTHERAPIE BEI HERZINSUFFIZIENZ?

Der Referent von Novartis bewirbt ENTRESTO (Sacubitril plus Valsartan) euphorisch: Nun sei es allererste Wahl bei Herzinsuffizienz. Das Krankenhaus um die Ecke stellt prompt Patienten um oder neu ein. Die bisherige Standardtherapie wird anscheinend gar nicht erst versucht. Auch die ambulanten Kardiologen reiten auf dieser Welle. Meine Frage: Im a-t wurde ENTRESTO Anfang 2016 nicht als Mittel der ersten Wahl besprochen. Vielmehr wurde der Einsatz bei Patienten empfohlen, die trotz optimaler Standardtherapie symptomatisch bleiben. Der Referent von Novartis zitiert neue Studien, die den sofortigen Einsatz von ENTRESTO bei Herzinsuffizienz rechtfertigen sollen. Was ist an diesen Studien dran?

N.N. (Name etc. im a-t 11/2019 genannt)

Sacubitril plus Valsartan (ENTRESTO) wurde Ende 2015 auf Basis der randomisierten PARADIGM-HF-Studie1 „bei erwachsenen Patienten zur Behandlung einer symptomatischen, chronischen Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion“2 zugelassen (a-t 2016; 47: 1-4). Anders als das in der Fachinformation unpräzise formulierte Anwendungsgebiet suggeriert, ist Sacubitril/Valsartan in PARADIGM-HF jedoch nur bei Patienten untersucht, die auf ACE-Hemmer oder AT-II-Blocker und gegebenenfalls Betablocker optimal eingestellt waren, darunter aber noch Symptome der NYHA-Klasse II bis IV aufwiesen.  mehr 

© 2019 arznei-telegramm, publiziert am 15. November 2019

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