Die Information für Ärzte und Apotheker
Neutral, unabhängig und anzeigenfrei
arznei-telegramm® - von Ärzten und Apothekern für Ärzte und Apotheker. Unabhängig informiert ohne Einfluss der Pharmaindustrie.
Bestellen Sie ein Probeabo
vorheriger Artikele a-t 12/2019b 
Korrespondenz

CHRONISCH ENTZÜNDLICHE DARMERKRANKUNGEN: TITANDIOXID MEIDEN?

Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wird geraten, Lebensmittel, Zahncreme etc. mit Titandioxid (Lebensmittelzusatzstoff E171) zu meiden, da Entzündungsprozesse gefördert werden könnten. Auch viele Medikamente enthalten Titandioxid als Zusatzstoff. Wie sehen Sie das Problem?

N.N. (Name etc. in a-t 12/2019 genannt)

Titandioxid ist ein in der Industrie weit verbreiteter Zusatzstoff, der in Form von Mikro- (Durchmesser 100 nm bis < 1 mm) oder Nanopartikeln (Durchmesser < 100 nm) hauptsächlich zur Weißfärbung verwendet wird, unter anderem in Nahrungs- und Arzneimitteln (als E171 deklariert), Kosmetika (CI 77891), Lacken und Kunststoffen.1,2 Die möglichen Effekte nach peroraler Aufnahme von Titandioxid aus Arzneimitteln dürften sich dabei nicht grundsätzlich von denen aus Lebensmitteln unterscheiden. Die Arzneimittelfarbstoffverordnung,3 der Titandioxid unterliegt, wenn es zur Färbung von Medikamenten verwendet wird, orientiert sich weitgehend an Vorgaben für Lebensmittel.  mehr 

© 2019 arznei-telegramm, publiziert am 13. Dezember 2019

Diese Publikation ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung sowie Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen ist nur mit Genehmigung des arznei-telegramm® gestattet.

vorheriger Artikele a-t 12/2019b