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ACE-Hemmer – Kosten sparen durch halbierte Tabletten? ACE-Hemmer verteuern die Blutdrucksenkung im Vergleich zu Diuretika um das Drei- bis Zehnfache (vgl. a-t 12 [1993], 130). In der Therapie der Herzinsuffizienz gelten sie als Mittel der Wahl (vgl. S. 26 dieser Ausgabe). Bis zu einem guten Drittel der beträchtlichen Kosten ließe sich einsparen, wenn statt einer Tablette der gewünschten Dosis die Hälfte einer Zubereitung mit doppelter Wirkstoffmenge eingenommen wird. TENSOBON (Captopril)-Tabletten, die beiden Enalapril-Präparate PRES und XANEF, CIBACEN (Benazepril) und DYNACIL (Fosinopril) lassen sich mit einiger Dosiergenauigkeit teilen. Weniger gut schneiden LOPIRIN (Captopril), DELIX (Ramipril), DYNORM (Cilazapril) und CORIC (Lisinopril) ab, bei denen jede vierte bis zehnte Tablettenhälfte zu über 10% von der gewünschten Dosierung abweicht. Schlechte Ergebnisse bringt der Teilungsversuch von ACCUPRO (Quinapril), ACERBON (Lisinopril) und FOSINORM (Fosinopril) mit Abweichungen von über 10% bei 44% bis 72% der Tablettenhälften. DELIX (Ramipril)-Dragees sowie die Trandolapril-Kapseln GOPTEN und UDRIK lassen sich nicht teilen. Kostensparendes Durchbrechen höherdosierter Tabletten eignet sich nicht für – z.B. ältere – Patienten, die zittern, leicht eine Hälfte verlieren oder bei Einnahme mehrerer Medikamente zu Verwechslungen neigen (KÄMMERER, W., M. REGEL: Pharm. Ztg. 139 [1994], 339 / ati d).


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