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Niedrigdosierter Gerinnungshemmer für Frauen mit Brustkrebsmetastasen und Chemotherapie: Sowohl bösartige Erkrankungen als auch Zytostatika erhöhen das Risiko thromboembolischer Komplikationen. In einer randomisierten Studie erhalten chemotherapeutisch behandelte Frauen mit metastasiertem Brustkrebs sechs Wochen lang 1 mg des Kumarins Warfarin (COUMADIN) und anschließend eine Dosis, die die INR (International Normalized Ratio) auf Werte zwischen 1,3 und 1,9 (ca. Quick 33% bis 43%, vgl. a-t 7 [1993], 68) einstellt – im Mittel täglich 2,6 mg –, oder Plazebo. Während eines halben Jahres erleiden sieben Frauen der Plazebo-Gruppe (n = 159) tiefe Venenthrombosen oder Lungenembolien, dagegen nur eine Patientin in der Warfarin-Gruppe (n = 152). Acht Blutungen unter Warfarin stehen fünf unter dem Scheinmedikament gegenüber. Das Überleben beeinflußt die Low-Dose-Antikoagulation nicht: Unter Warfarin starben 57% der Frauen und unter Plazebo 63% (LEVINE, M. et al.: Lancet 343 [1994], 886).


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