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Weitere Gegenanzeigen für Migränemittel Sumatriptan (IMIGRAN): Über Gefäßverengungen und pektanginöse Beschwerden, Herzinfarkt oder Hemiparese in Verbindung mit Sumatriptan (IMIGRAN) berichteten wir mehrfach (a-t 8 [1993], 84; 10 [1993], 100). Das Bundesgesundheitsamt will jetzt Änderungen der Fachinformationen anordnen: Migräne mit Halbseitensymptomatik oder Augenmuskellähmungen gelten als Gegenanzeigen. Nur nach besonders strenger Indikationsstellung soll die Serotoninvariante für Personen mit koronaren Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen, Blutfetterhöhung oder Diabetes mellitus verordnet werden. Die gleichzeitige Verwendung anderer den Serotoninstoffwechsel beeinflussender Mittel wie MAO-Hemmer, Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, Clomipramin (ANAFRANIL, HYDIPHEN) oder Lithium (QUILONUM u.a.) soll unterbleiben (Pharm. Ztg. 139 [1994], 1742).

Das NETZWERK DER GEGENSEITIGEN INFORMATION verzeichnet 31 Berichte über Sumatriptan-Störwirkungen, die bei 14 Patienten schwer verliefen. Eine 50jährige mit Cholesterinerhöhung, die monatelang zwei- bis dreimal wöchentlich das Migränemittel einnimmt, erleidet einen Schlaganfall und wenig später einen tödlichen Herzinfarkt (Bericht 6739).


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