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PARENTERALE GABE
VON DICLOFENAC (VOLTAREN u. a.) MEIDEN

Die parenterale Anwendung von Diclofenac (VOLTAREN u.a.) bietet keine Vorteile gegenüber der Tabletteneinnahme, erhöht jedoch das Schockrisiko um etwa das Zehnfache (s. auch Therapiekursbuch, A.V.I., Berlin, 1994, Seite 901). Von 59 NETZWERK-Berichten zu parenteral angewendetem Diclofenac betreffen 26 (44%) Schockreaktionen. Eine 68jährige mit koronarer Herzkrankheit erhält wegen einer Lumbago eine Ampulle DICLAC intramuskulär. Sie wird kaltschweißig und somnolent. Lippen und Zunge schwellen an. Periphere Pulse und Blutdruck lassen sich bei der bewußtseinsgetrübten Patientin nicht messen. Sie erleidet einen lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock (NETZWERK-Bericht 5675).

In 15 Meldungen werden inzwischen vom Markt genommene Sulfit-haltige Zubereitungen (a-t 3 [1993], 32) verdächtigt, die schwere Überempfindlichkeitsreaktion ausgelöst zu haben.


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