Die Information für Ärzte und Apotheker
Neutral, unabhängig und anzeigenfrei
arznei-telegramm® kennenlernen! Digital, print oder kombiniert.
Bestellen Sie ein Probeabo
vorheriger Artikela-t 1994; Nr.11: 109nächster Artikel
Netzwerk aktuell

THROMBOZYTENAGGREGATIONSHEMMER TICLOPIDIN (TIKLYD)

Nach etwa dreiwöchiger Einnahme von Ticlopidin (TIKLYD) reagiert eine 73jährige mit schwerer intrahepatischer Cholestase. Nach Absetzen steigt das Bilirubin weiter auf 19 mg/dl. Gleichzeitig fallen erhöhte Blutfettwerte und Eosinophilie auf (NETZWERK-Bericht 7465). Bei einem 64jährigen steigen zwei Monate nach Behandlungsbeginn die Transaminasen an (6101).

Neben Leberschäden belasten häufige schwere Blutschäden die Nutzen-Risiko-Bilanz des Thrombozytenaggregationshemmers der Reserve (vgl. a-t 4 [1993], 37; 7 [1993], 68). Das NETZWERK erhielt vier Meldungen über Agranulozytose in Verbindung mit Ticlopidin. Aus einer bayerischen Klinik erreicht uns der Bericht über einen 71jährigen, der nach drei Tabletten eine aplastische Anämie entwickelt. Eine andere Ursache für die hochgradige Knochenmarkschädigung findet sich nicht (6387). Zwei Ticlopidin- Anwender reagieren mit Exanthem (5375, 7295). In drei weiteren Meldungen wird über Blutzucker- und Cholesterin-Anstieg (6929), gastrointestinale Anastomosen-Blutung (6723) und Lupus erythematodes (6957; a-t 1 [1994], 16) berichtet.


© 1994 arznei-telegramm

Diese Publikation ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung sowie Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen ist nur mit Genehmigung des arznei-telegramm® gestattet.

vorheriger Artikela-t 1994; Nr.11: 109nächster Artikel