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Korrespondenz

MILCH – KEIN GUTER KALZIUMLIEFERANT?

Stimmt es, daß an Eiweiß gebundenes Kalzium, wie es z.B. in Milchprodukten vorliegt, nicht oder nur unvollständig resorbiert wird und deshalb zur Deckung des täglichen Kalziumbedarfes (a-t 1 [1995], 5) kaum beiträgt?

Dr. med. K. W. MÜLLER (Arbeitsmediziner)
D-44718 Bochum

Tierische Eiweiße wie auch Kochsalz beschleunigen die Kalziumausscheidung mit dem Urin. Milch und Milchprodukte gelten dennoch als wichtigste Kalziumquelle in der Nahrung. Milchreiche Ernährung in der Jugend wirkt einer späteren Osteoporose entgegen. Milchzufuhr in späteren Lebensjahren hat ähnlichen, wenn auch weniger deutlichen Einfluß auf die Knochenmasse (a-t 5 [1994], 45). Milchzucker und das in der Milch enthaltene Vitamin D fördern die Aufnahme des Mineralstoffs. Ein hoher Oxalat- und Phytatgehalt in einigen Nahrungsmitteln (z.B. Spinat, Kleie) kann die Kalziumverfügbarkeit senken, –Red.

NIH Consensus Conference: J. Am. Med. Ass. 272 (1994), 1942/ati d


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