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Verträglichkeit von Ciclosporin-A-Mikroemulsion (SANDIMMUN OPTORAL): Seit einem Jahr bietet Sandoz das Immunsuppressivum Ciclosporin A (SANDIMMUN) für die Anwendung per os in neuer galenischer Zubereitung an. Die Mikroemulsions-Form (SANDIMMUN OPTORAL) soll eine bessere Aufnahme des stark lipophilen Mittels aus dem Darm gewährleisten. Die Umstellung auf die neue Zubereitung kann mit Verträglichkeitsproblemen einhergehen: Ein Internist berichtet dem NETZWERK über einen 69jährigen Rentner nach Herztransplantation, der seit erstem Anwendungstag von SANDIMMUN OPTORAL jeweils für eine Stunde nach Einnahme über geschwollene Beine, Kopfschmerzen, Übelkeit, Unruhe, Taubheitsgefühl und Krämpfe in den Extremitäten klagt. Mit der konventionellen Ciclosporin-A-Zubereitung war dem Patienten zuvor ein erträgliches Leben möglich (Bericht 8027). Nach sechstägiger Einnahme von SANDIMMUN OPTORAL steigt bei einem 64jährigen der Blutdruck und starke migräneartige Kopfschmerzen, Muskelzucken, Schlafstörungen, Erregung sowie präepileptische Aura setzen ein. Wegen einer Epilepsie erhält er gleichzeitig Carbamazepin (TEGRETAL u.a.). Die Störwirkungen klingen nach Absetzen und Wiedereinnehmen des alten SANDIMMUN ab (7751). Wir bitten unsere Leser um Berichte an das NETZWERK, wenn die Umstellung auf das rascher anflutende Mikroemulsions-Präparat mit zuvor nicht aufgetretenen Störwirkungen einhergeht, –Red.


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