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Korrespondenz

SPÄTREAKTIONEN DURCH RÖNTGENKONTRASTMITTEL

... Die durch die chemische Struktur des Kontrastmittelmoleküls bedingten, mehr allergoiden Reaktionen können durch eine Reduzierung der Osmolalität nicht gesenkt werden. Hierzu gehören u.a. die von Ihnen beschriebenen Haut- und Spätreaktionen ... Diese Reaktionen kommen bei den ionischen und bei nichtionischen Kontrastmitteln gleich häufig vor.1

Auch schwerwiegende Spätreaktionen (Schock) werden nach ionischen Kontrastmitteln berichtet.2 Haut- und Schleimhautmanifestationen sind in beiden Gruppen entweder gleich häufig (1,8% zu 2,6%)2 oder in der Gruppe der ionischen Kontrastmittel sogar häufiger (5,7% zu 3,3%).3

Insgesamt gesehen scheinen Spätreaktionen häufiger zu sein als Sofortreaktionen (30%,3 26,9%,4 8%5). Es kann kontrovers diskutiert werden, inwieweit die Ergebnisse der verschiedenen Autoren vergleichbar sind.

Sicher kann nicht behauptet werden, daß Spätreaktionen spezifisch für nichtionische oder dimere Kontrastmittel sind; Spätreaktionen kommen in gleicher Häufigkeit bei ionischen und nichtionischen Kontrastmitteln vor ...

Dr. Dr. med. H. RABER, Dr. med. P. HENSEKE (Nycomed GmbH)
D-80939 München

1

DAVIES, P.: Adv. X-ray Contrast. 1 (1993), 54

2

YAMAGUCHI, K. et al.: Nippon Acta Radiol. 52 (1992), 1565

3

PANTO, P. N., P. DAVIES: Brit. J. Radiol. 59 (1986), 41

4

Mc CULLOUGH, M. et al.: Brit. J. Radiol. 62 (1989), 260

5

YOSHIKAWA, H.: Radiology 183 (1992), 737


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