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Rezeptpflichtige Antimykotika: Laienwerbung per Telefon? Seit gut einem Monat bietet eine "unabhängige Initiative" telefonische Beratung zum Thema Fuß- und Nagelpilz an. Auf großen öffentlichen Werbeplakaten ("Die Leiden der Profis") erfährt man, dass es "die Pille" gegen den Pilz gibt, symbolisiert durch kleine kapselförmige Gestalten mit typischer Mittelnaht. Der Name dieser "Pille" wird nicht genannt. Der Ratsuchende* erhält unter der angegebenen Telefonnummer die Auskunft: "Wenn Sie dem Arzt ,Intervalltherapie' sagen, weiß er schon Bescheid." Zwei rezeptpflichtige systemische Antimykotika konkurrieren heute um den Nagelpilz-Markt: Die kontinuierlich einzunehmenden Terbinafin (LAMISIL) Tabletten und die für die "Intervalltherapie" vorgesehenen Itraconazol (SEMPERA) Kapseln (a-t 3 [1999], 31). Unseres Erachtens wird erneut das Verbot der Laienwerbung für ein rezeptpflichtiges Arzneimittel (a-t 4 [1999], 41) unterlaufen, -Red.

*  NN: pers. Mitteilung (Namen und Adressen der Redaktion bekannt)


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