Die Information für Ärzte und Apotheker
Neutral, unabhängig und anzeigenfrei
Kein Abonnent? Das arznei-telegramm® finanziert sich ausschließlich über Abonnements.
Bestellen Sie ein Probeabo
vorheriger Artikela-t 2004; 35: 34nächster Artikel
Kurz und bündig

Kalziumantagonist Amlodipin (NORVASC) jetzt als Generikum erhältlich: Mit 4 Millionen Packungen im Jahr 2002 und einem Umsatz von 240 Mio. ( über öffentliche Apotheken ist Amlodipin (NORVASC) der meistverordnete Kalziumantagonist. Mit Patentablauf werden jetzt Generika angeboten, bezogen auf Packungen mit 100 Tabletten zu 5 mg zu fast identischen Preisen (42,93 €bis 42,95 €) und lediglich 20% unter dem NORVASC- Preis. Dies lässt Absprachen oder Orientierungen an einem Leitpreis vermuten, nicht jedoch Preiswettbewerb. Die Generika-Produzenten bieten auch Tabletten zu 10 mg an. Diese Wirkstärke hatte Pfizer vor zwei Jahren wegen der damaligen Absenkung der Festbeträge aus dem Handel gezogen. "Ein weiterer Vertrieb der 10 mg-Form" sei "aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr tragbar" (Pfizer GmbH: Schreiben vom 1. Febr. 2002). Hinter der Entscheidung standen wohl auch Befürchtungen, dass ein Absenken des NORVASC-10-mg-Preises auf Festbetragsniveau Konsequenzen für das Preisgefüge in anderen europäischen Ländern haben könnte. Jetzt verkaufen die Generika-Anbieter 100 Tabletten Amlodipin 10 mg mit 59,76 € bis 59,84 € auf Festbetragsniveau (59,84 €). Pfizer will die 10 mg-Form in Deutschland jedoch nicht wieder einführen. Wer stattdessen zwei 5 -mg-Tabletten NORVASC wählt, verordnet unwirtschaftlich mit Mehrkosten von 79% (siehe Tabelle, Preisangaben in € für Deutschland, jeweils 100 Tabletten, Festbetrag = 100%):

© 2004 arznei-telegramm

Diese Publikation ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung sowie Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen ist nur mit Genehmigung des arznei-telegramm® gestattet.