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Kurz und bündig

Olanzapinpreise sinken weiter - Auswirkungen auf Rabattvertrag

In a-t 2008; 39: 21 hatten wir ausgeführt, dass sich mit dem Rabattvertrag der AOK Bayern mit der Firma Lilly über das Olanzapin-Original ZYPREXA für eine beispielhaft gewählte Packungsgröße von 70 Tabletten zu 10 mg Einsparungen gegenüber dem preiswertesten Generikum nur dann erzielen lassen, wenn die Verordnungsmenge mehr als 10% über der des Vorjahres liegt. Bereits am Erscheinungstag des a-t am 15. Febr. 2008 war dieses Beispiel überholt, da mit OLANZAPIN DESITIN ein weiteres Generikum auf den Markt kam, das für 179 € und damit 70% günstiger als das Original (597 €) angeboten wird. Selbst nach Abzug des höchstmöglichen Rabattes von 55% kostet ZYPREXA immer noch 269 € und ist damit 50% teurer als das neue Generikum. Nach uns vorliegenden Informationen hat die Kasse zwar ein Sonderkündigungsrecht, wenn das Preisniveau der Generika bei allen Packungsgrößen zwei Wochen lang dauerhaft unter dem des rabattierten Originals liegt. Dabei wird aber der durchschnittliche Preis der drei umsatzstärksten Anbieter zu Grunde gelegt. Dies sind üblicherweise Firmen wie Hexal, ratiopharm und Stada, deren Präparate häufig nicht zu den preisgünstigsten gehören. 70 Tabletten Olanzapin zu 10 mg bieten sie für 362 € bzw. 363 € an und sind damit teurer als Lilly, für dessen ZYPREXA je nach Verordnungsvolumen und gewährter Rabatthöhe zwischen 358 € und 269 € (40% bis 55% Rabatt) aufzuwenden ist.

© 2008 arznei-telegramm, publiziert am 14. März 2008

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